Im Jahre 2006, als ich ein verträumtes Volksschulkind war, bastelte ich an meiner ersten journalistischen Arbeit. Bücher, Magazine und Zeitungen waren stets meine Welt, und nachdem ich schon ein paar kleine Bücher bastelte, sollte es nun in Richtung Magazin gehen. Es gab im Klassenzimmer stets eine Ablage, in der Papier und Zettel waren. Missratene Kopien und Drucke, veraltete Arbeitsblätter, „Schmierzettel“ – alles was die Lehrerin nicht mehr brauchte und daher den Schülern zum Zeichnen überließ.
Ich sammelte mir alle alten Zettel, die für die Erstellung meines Magazins notwendig waren: aus einem Fehldruck eines Geografie-Arbeitsblattes und einem Infozettel über Ernährung aus dem Sachunterricht erstellte ich informative Artikel. Nun, zumindest fand ich sie damals informativ.
Aber auch echte Interviews wurden für die erste Ausgabe getätigt: meine Mutter musste für ein Gespräch im Garten herhalten. Leider verlief es schleppend, weil ich gar nicht mit dem Notieren der Antworten nachkam und die Fragen doch etwas zu trivial für meine mit Hausarbeit gestresste Mutter waren.
Mit Buntstiften handgezeichnete Bilder – inklusive Titelbild – wurden ergänzt, die Zettel mit Klebeband zu einem Heft zusammengeklebt und auch die Seitennummern wurden in einheitlichem schwarz/rotem Design gestaltet. Schlussendlich erblickte das allererste Maxter Magazin das Licht der Welt: mit Logo in schwarzen Blockbuchstaben auf rotem Grund. Ich liebte als Kind einfach Blockbuchstaben.
Zahlreiche weitere Ausgaben sollten folgen, die ich ebenso alle mit Buntstift und Kuli per Hand erstellte. Treue Leser fanden sich natürlich nur im engsten Familienkreis. Auch die Artikel befassten sich stets mit meinen persönlichen Projekten oder intimen Familienthemen.
Nun war lange Pause, man war mit Studieren, Arbeiten und Erwachsenwerden beschäftigt. Doch es gibt Dinge, die einen nicht loslassen und die man vor sich herschiebt, bis man einmal damit beginnt, so kümmerlich die Anfänge davon auch sind.
Und nun ist sie da: die zweite Generation des Maxter Magazins. Maxter Magazin 2.0. Das moderne Online-Magazin mit einem eigenen Bereich für meine „Literatur“ (wenn man’s so nennen kann) und natürlich spannenden Artikeln zu unterschiedlichsten Themen, zu denen vielleicht auch einmal Freunde und Bekannte beitragen werden.
Wird es irgendwen interessieren? Kaum.
Wird es höchstes Niveau des Schreibens sein? Nein.
Wird es eine konkrete Blattlinie geben? Auf keinen Fall.
Werde ich trotzdem hier Input produzieren? Klar.
In dem Sinne: herzlich Willkommen bei Maxter – Magazin und Literatur.
Online seit 2025, aber im Herzen eigentlich schon seit 2006 😉



